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Haben Sie vielleicht vor, dorthin zu reisen ? Dann erwartet Sie ein Abenteuer. Bestimmt.
Land und Leute

In kaum einem anderen Land wird dem Besucher soviel Freundlichkeit entgegengebracht wie dort. Das mag mit dem buddhistischen Glauben zusammenhängen der sich auf die gesamte Lebensart auswirkt.. Auch untereinander pflegt man einen gelassenen Umgang. Fahren Sie nur einmal Taxi: Der Fahrer hat für Aktionen anderer Autofahrer gerade mal ein Stirnrunzeln übrig, für die in Deutschland eine Strafanzeige oder wenigstens minutenlanges Hupen fällig gewesen wäre. Die Kriminalität stellt in Thailand für Reisende kein größere Gefahr dar; wohl aber ist Vorsicht immer geboten. Machen Sie sich bewusst, dass ein normaler Tourist meist mehr Werte mit sich herumträgt als ein Thailänder im Jahr durchschnittlich verdient. Trotz des Nationalsports Muay Thai (Kickboxen) sind die Einheimischen sehr friedliche Menschen. Vorsicht ist eher bei betrunkenen Touristen in den Vergnügungsvierteln geboten. Lediglich bei ihrem König verstehen Thailänder gar keinen Spaß: Streichen Sie das Thema gänzlich aus Ihrem Witzrepertoire, sofern vorhanden.
Sprache
Die gute Nachricht vorweg: Thai brauchen Sie nicht zu pauken, was aufgrund der fremdartigen Schriftzeichen auch schwierig wäre. Nett (und hin und wieder hilfreich) kann ein "Danke" in der Landessprache sein: Ausgesprochen "Kopp kuun krapp" für Männer und "Kopp kuun kah" für Frauen, Kurzform einfach "Krapp" oder "Kah". Vermeiden Sie dagegen Experimente mit dem "Wai"-Gruß. Sie würden einen ähnlichen Eindruck wie ein sich bekreuzigender Moslem hinterlassen. Englisch ist so etwas wie die zweite Landessprache: Jeder Schüler lernt sie bereits in den untersten Klassenstufen. Auch die Beschilderung ist meist zweisprachig.
Das liebe Geld
Prägen Sie sich zunächst den Wechselkurs ein: Für einen Euro erhalten Sie aktuell ca. 46 Baht . In Thailand werden Sie bei Waren des täglichen Bedarfs ungläubig staunen; die Kaufkraft des Euro ist enorm und liegt etwa beim 4-5fachen des hiesigen Niveaus. Die günstigste Variante, vor Ort an Bargeld zu gelangen: Viele Direktbanken bieten neben kostenloser Kontoführung auch ebenso kostenloses Geldabheben per Kreditkarte an allen Geldautomaten weltweit. Dies funktioniert auch in Thailand tadellos - außerdem wird der reale Wechselkurs mit ihrem Konto verrechnet, während man bei den zahlreich vorhanden Wechselstuben mit Aufschlägen rechnen muss. Die sogn. "ATMs", die Geldautomaten, stehen praktisch an jeder Ecke.
Kulinarisches

Die thailändische Küche gilt bei vielen Sterneköchen als die Beste der Welt. Das ist letztlich eine Geschmacksfrage; gesund ist sie auf alle Fälle. Das Essen dominiert den thailändischen Alltag wie auch das Straßenbild: Manche Straßenzeilen scheinen ausschließlich aus Garküchen und Restaurants zu bestehen. Thais essen gerne und gut; "Wie geht es dir ?" bedeutet in der direkten Übersetzung in etwa "Hast du heute schon gegessen ?". Bei der Wahl eines Restaurants werden Sie eine Zweiteilung bemerken: Viele Lokale haben sich ausschließlich auf Touristen eingestellt. Hier treffen Sie kaum Einheimische; die Karten sind mehrsprachig, die Inneneinrichtung eher komfortabel. Auch das Essen ist häufig dem ausländischen Gaumen angepasst - weniger scharf, keine exotischen Beigaben. Klar, die Preise liegen dann meist 30-100% über dem Landesniveau. Man sollte nicht versäumen, auch die von Einheimischen frequentierten Garküchen zu besuchen. Das Essen dort kann durchaus sehr chilihaltig sein; bestellen Sie in jedem Fall "Steamrice" (Reis) dazu, das lindert. Sie werden staunen: das Essen in diesen Küchen schmeckt häufig nochmals frischer und einfach besser als in den Touristenlokalen. Noch etwas: Seit man die Engländer kennt, benutzt man in Thailand Löffel und Gabel - wenn Sie mit Stäbchen essen wollen: Fliegen Sie weiter.
Wird fortgesetzt.
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